Die Chronik des Judo und Budo Club Marl '70 e.V.
Der JBC Marl wurde 1970 aus einer seit 1967 bestehenden Judoschule heraus gegründet. Klaus Möwius (damals 1.Dan Judo) wurde zum 1.Vorsitzenden gewählt. Der junge Verein teilte sich mit der Judoschule den Trainingsraum an der Schillerstraße und trainierte außerdem noch Judo in der Pausenhalle der Canisius-Schule und Karate in der Goetheschule. Die Karate-Abteilung wurde zunächst vom damaligen Landestrainer Hans Wächs (damals 2.Dan Karate) und später von Peter Ruthkowski (damals 1.Dan Karate) geleitet. Desweiteren fanden in den Anfangsjahren regelmäßige Ju-Jutsu-Lehrgänge mit Martin Stein und Alfred Hasemeier statt. Im Jahre 1973 erhielt man eine weitere Trainingszeit in der damaligen Franz-Knautscher-Schule (heute Hermann-Claudius-Schule). Am 25.04.1973 richtet der Verein die Westdeutschen Meisterschaften der Damen aus. Aus den eigenen Reihen erreichen Christa Braun-Brysewitz einen zweiten und Karin Landgraf (geb. Friedrich) einen ersten Platz. Bei der anschließenden Deutschen Meisterschaft wird C. Braun-Brysewitz Dritte und K. Landgraf Erste.
Seit 1974 bietet der JBC Marl im Rahmen der Ferienspaß-Aktionen der Stadt Marl Judo an.
Im Jahre 1976 richtet der Verein die Internationalen Meisterschaften für Damen aus, an denen sich 11 Nationen beteiligen. Seit 1981 besteht eine Partnerschaft mit dem Creiler Judoverein. Es folgen in den nächsten Jahren gegenseitige Besuche. Eine Jiu-Jitsu-Gruppe wird erstmals 1982 im Verein eingerichtet. Diese tritt der Deutschen Jiu-Jitsu Union bei. Die Karate-Gruppe löst sich wegen gesundheitlicher Probleme ihres damaligen Leiters Arthur Ehmke im Jahr 1985 auf.
Einen schweren Rückschlag für den Verein bedeutete 1986 die Kündigung des Dojo an der Schillerstraße wegen Eigenbedarfs des Besitzers. Der Verein schrumpfte stark zusammen. Das Training wird in die Gesamtschule Marl-Mitte (heute Willy-Brandt-Gesamtschule) und das HoT Hagenbusch verlegt. Im selben Jahr wird Klaus Möwius für seine besonderen Verdienste für den Judosport der 6.Dan Judo verliehen. Der langjährige Trainer Bernhard Zimmel (4.Dan) gründet 1987 den Asiatic Sport Club Marl.
Zwei Jahre später 1989 tritt die Jiu-Jitsu-Gruppe der wiedergegründeten Bundesgruppe Jiu-Jitsu im Deutschen Dan-Kollegium (DDK) bei, deren 1.Vorsitzender Klaus Möwius wird. Seit diesem Jahr besteht eine Partnerschaft mit dem Judo und Jiu-Jitsu Club vom 1.Budapestersportbezirk. Auch hier kommt es im Judo und hauptsächlich im Jiu-Jitsu zu gegenseitigen Besuchen. Im darauffolgenden Jahr wird auch im Deutschen Judo Bund eine Sektion Jiu-Jitsu gegründet. Am 1./2. Juni 1991 richtet der JBC Marl einen großen Jiu-Jitsu-Lehrgang aus. Außerdem werden in dem Jahr die Gründungs- und langjährigen Vorstandsmitglieder Klaus und Ursula Möwius vom Kreissportbund als "Verdiente Persönlichkeiten des Sports in der Region" geehrt. Auch 1992 am 19./20. September richtet der JBC wieder einen großen internationalen Jiu-Jitsu-Lehrgang aus. Im Judo gibt es mit dem 5.Platz bei der Deutschen Einzelmeisterschaft für Sascha Schmidt (damals 1.Dan Judo) nach langer Zeit wieder einen großen Wettkampferfolg zu feiern. Außerdem wird Sascha Schmidt Deutscher Mannschaftsmeister mit dem NWJV-Kader. Aber im gleichen Jahr verlassen Hanno Steffan (damals 2.Dan Jiu-Jitsu) und Sascha Schmidt den Verein und gründen kurzzeitig Gruppen im Rollsportverein Marl, bevor sie sich später im Judo-Club 93 Marl bzw. Bushido Alt-Marl selbständig machen. Ebenso verläßt Egon Skodell (2.Dan Judo) den Verein, um mit seiner Frau die Leitung einer Judo-Gruppe im Schwimm und Sport Verein Marl-Hamm zu übernehmen. Ende des Jahres wird der Verein umstrukturiert und zwei selbständige Abteilungen, Judo und Jiu-Jitsu gebildet. Anfang 1993 "entläßt" der Deutsche Judo Bund seine Sektionen. Aus diesem Grunde gründen am 30.01.1993 die davon betroffenen Jiu-Jitsu Vereine in NRW, unter denen sich auch der JBC befindet den Kodokan Jiu-Jitsu Verband (KJJV). Präsident wird Klaus Möwius, Vizepräsident der Jiu-Jitsu Abteilungsleiter des JBC Michael Hoffmann (damals 2.Dan Jiu-Jitsu). Als Ende 1994 sich das Deutsche Dan-Kollegium neu strukturiert, und auch im Jiu-Jitsu die Arbeit wieder aufnimmt, ist auch hier der JBC zusammen mit dem KJJV wieder dabei. 1995 wird von Gero Pfingst (1.Dan Iaido) eine Iaido-Gruppe im JBC Marl gegründet. Aus Anlaß seines 25-jährigen Bestehens richtet der JBC ein landesoffenes Judo-Turnier für die B-Jugend männlich/weiblich aus. Thorsten Arnold (1.Dan Judo) wird Westdeutscher Einzelmeister in der A-Jugend, und ein Jahr später Deutscher Mannschaftsmeister mit dem NWJV-Kader. Seit Bestehen des Vereins bis 1995 richtet der JBC Marl zusammen mit dem VfL Hüls die Stadtmeisterschaften (früher Amtsmeisterschaften) aus. Klaus und Ursula Möwius werden ebenso, wie eine Reihe anderer langjähriger Mitglieder auf der Jubiläumsfeier des Vereins geehrt. Auf der Jahreshauptversammlung 1996 stellt sich Klaus Möwius nicht mehr zur Wahl als 1.Vorsitzender. Seine Stelle nimmt Michael Hoffmann ein.
Anfang 1997 richtet der JBC auch eine Ju-Jutsu- und eine Aikido-Gruppe ein. Trainer beider Gruppen ist Michael Hoffmann (2.Dan Ju-Jutsu, 1.Dan Aikido). Am 22.11.1997 werden Michael Hoffmann und Sabine Pienkowski (2.Dan Jiu-Jitsu, 1.Dan Judo) in Kleinwinternheim Deutsche Kata-Meister in der offenen Klasse. Im darauf folgenden Jahr gewannen Sportler des JBC Marl alle drei ersten Plätze bei der Landes-Kata-Meisterschaft, die vom JBC ausgerichtet wurde. Ende 1999 übernimmt Sascha Schmidt (3.Dan Judo) als Judo-Trainer das Judoangebot des Vereines in der Polsumer Tennishalle. Im Jahr 2000 vertreten Kinder- Jugend und Erwachsenengruppen des JBC den DJB auf der EXPO in Hannover durch Vorführungen. Mitte des Jahres 2002 mußten wir leider von der Tennishalle ins Kolpingheim in Polsum umziehen. Bastian Mainzer wird 2002 Westfalenmeister der U13. Nach den Sommerferien übernahm Thorsten Arnold die Judo-Gruppen in Polsum. Außerdem werden Dr. Holger Cornels (2.Dan Judo) und Michael Hoffmann (4.Dan) in diesem Jahr Westdeutsche Katameister in Kodokan-Goschin-Jitsu-No-Kata und belegen am 25./26.09 einen dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft.

